Shirin Neshat - Women Without Men

Shirin Neshat, Women Without Men, 2004-2008, Courtesy the artist and ARoS

Erleben Sie Shirin Neshats Meisterwerk Women Without Men zum ersten Mal seit 12 Jahren in voller Länge im ARoS

ARoS ist stolz darauf, das monumentale Filmwerk Women Without Men (Frauen ohne Männer) von 2004 bis 2008 wieder zeigen zu können. Das Werk der iranisch-amerikanischen Künstlerin Shirin Neshat ist aktueller als jemals zuvor. Zum ersten Mal seit 2008, als das Werk in der gleichnamigen Sonderausstellung gezeigt wurde, zeigt das Museum das fünfteilige Women Without Men in voller Länge. Inzwischen wurde das Werk mit großzügiger Unterstützung des Ny Carlsbergfonds von ARoS erworben.

Das Werk

Women Without Men besteht aus fünf Videoinstallationen: Mahdokht, Zarin, Munis, Faezeh und Farokh Legha. Die gesamte Dauer beträgt ca. 1 Stunde und 15 Minuten.

Die Filme basieren auf Shahrnush Parsipurs Roman aus dem Jahr 1989, der ebenfalls Women Without Men heißt und im Iran verboten wurde. Das Buch erschien 2019 auf Dänisch und bekam beste Kritiken. Die Handlung spielt 1953, dem Jahr, in dem Irans demokratisch gewählte Premierminister Mohammad Mossadegh vergeblich versuchte, einen von amerikanischen und britischen Kräften betriebenen Staatsstreich abzuwehren. Der Umsturz hatte zum Ziel, den Shah wieder als absolutistischen Herrscher einzusetzen, um zu enge Beziehungen zwischen Iran und Russland und eine Verstaatlichung der iranischen Ölvorräte zu verhindern.

Shahrnush Parsipur schildert in seinem Roman fünf Frauen – ihr Leben, ihre Träume und Hoffnungen – und erzählt eine poetische und magische Geschichte von Liebe, Unterdrückung, Sexualität und Freiheit im Iran der Fünfzigerjahre. Den Frauen ist gemeinsam, dass sie sich Freiheit von der männlichen Dominanz wünschen.

In ihrem Film spinnt Shirin Neshat den magischen Realismus des Romans und die persischen Mythen weiter und lässt die übernatürliche Magie mit der realistischen Erzählung zusammenspielen. Shirin Neshat schildert die fünf weiblichen Hauptpersonen des Romans – Mahdokht, Zarin, Munis, Faezeh und Farokh Legha – in einem mitreißenden Drama über Macht und Ohnmacht, wenn die fünf Frauen auf verschlungenen Wegen in einen grünen, üppigen Garten außerhalb von Teheran gelangen. Die Frauen brechen auf unterschiedliche Art mit ihrem bisherigen Leben und fliehen aus der Stadt in den Garten, wo sie einige Zeit lang einen Freiraum finden. Für diese Frauen ist das Leben ein Kampf um Freiheit und Überleben in einer religiös, sexistisch und sozial ausgrenzenden Gesellschaft.

 

SHIRIN NESHAT

Shirin Neshat wurde 1957 im Iran geboren. Ihre künstlerische Ausbildung bekam sie in den Siebziger- und Achtzigerjahren in Kalifornien. Wegen der islamischen Revolution in ihrem Heimatland 1979 kehrte Shirin Neshat nie mehr dahin zurück, und heute lebt und arbeitet sie in New York.

Shirin Neshats internationale Karriere begann nach einem Besuch in der Heimat, bei dem sie die insbesondere für Frauen dramatischen Folgen der Priesterdiktatur erlebte. Zunächst arbeitete sie vorwiegend mit Schwarz-weiß-Fotografien, in denen sie selbst im Chador und häufig mit einer Waffe oder kalligrafierter Hennaschrift auf unverhüllten Körperpartien. Später folgten ihre innovativen, großen Videowerke mit mehreren Projektionen – darunter das Werk Turbulent (1998), das auf der Biennale von Venedig 1999 den Goldenen Löwen erhielt.

Zentrale Themen in Neshats gesamter Produktion ist das Verhältnis zwischen Mann und Frau, zwischen Individuum und Gesellschaft, zwischen Macht und Ohnmacht sowie die Sexualität und die Bedingungen des Exils. Ihre Werke fußen auf ihrem Hintergrund mittelöstlicher Kulturen und gleichzeitig hat die Künstlerin damit eine universelle, ewiggültige und ausgesprochen ästhetische Bildsprache geschaffen.

Pressefotos können bei Nennung des Fotografen kostenlos von Dropbox heruntergeladen werden.

8. Februar Bis 9. August 2020, Aros Fokus Galerie, Ebene 5

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