Mythologies – The Beginning and End of Civilizations

Peter Paul Rubens, Salomons Dom, c. 1617, olie på lærred/ Oil on canvas, Statens Museum for Kunst

Eine ambitiöse Ausstellung über Glaube, Hoffnung und Revolution und die Macht der Erzählung, von den griechischen Mythen bis zum Wohlfahrtsstaat von heute.

Vom 4. April an ist im ARoS ein halbes Jahr lang die Megaausstellung Mythologies – The Beginning and End of Civilizations (Mythologien – Anfang und Ende der Zivilisationen) zu erleben. Die Ausstellung breitet sich auf über 3000 m² in drei Galerien des Museums aus. Sie zeigt etwa 150 Werke, die aus 17 Ländern ins ARoS geholt wurden. Die Besucher können u. a. eine große Auswahl klassischer Gemälde, Skulpturen, moderner Installationskunst, Videowerken, Fotografien und Plakaten sehen.

Erzählungen, die sammeln und spalten

Die Arbeit an der Ausstellung begann bereits während der Entstehung der ARoS-Triennale The Garden – End of Times, Beginning of Times, die 2017 stattfand. Damals ging es um das Verhältnis von Mensch und Natur, aber Mythologies – The Beginning and End of Civilizations konzentriert sich auf das Verhältnis der Menschen zueinander. Die Ausstellung will also die Mythen und Erzählungen bloßlegen, die durch unterschiedliche geschichtliche Zeiträume hindurch gesellschaftstragend und stärkend für Gemeinschaften waren, aber auch zu Zerstörung, Krieg und Uneinigkeit geführt haben.  

„Die Ausstellung behandelt Mythen und Erzählungen in Zeiten des Umbruchs. Betrachten wir z. B. das Christentum, handelt das in unserem Fall um den Kampf zwischen Katholizismus und Protestantismus und darum, wie neue Erzählungen daraus entstehen und neue Lebensanschauungen und neue Weisen schaffen, die Gesellschaft zu verstehen. In Umbruchszeiten entdecken wir, welche Werte auf dem Spiel stehen, und dabei entstehen auch viele neue Werte“, beschreibt Museumsdirektor Erlend G. Høyersten, ARoS.

Von griechischen mythen zum wohlfahrtsstaat

Die Erzählung in Mythologies – The Beginning and End of Civilizations beginnt mit den griechischen Mythen, in denen das Göttliche Menschengestalt annimmt. Danach bewegt sich die Ausstellung zum Christentum mit der Schöpfungsgeschichte, dem Jüngsten Gericht, der Reformation und Gegenreformation, über den Neuklassizismus zur politischen Formensprache. Dann ist es keine religiöse Erzählung mehr, sondern eine politische, die sich in der Kunst entfaltet. Die Ausstellung beschäftigt sich auch mit nordischer Mythologie und Mythen über das Jenseits, Frauenfiguren wie Venus und Kleopatra und bringt uns zum Totalitarismus mit Hitler und Nazismus sowie andere totalitäre Regime. Die Erzählung der Ausstellung schließt mit dem Wohlfahrtsstaat, und ist damit eine verbreitete Erzählung über unsere gemeinsame nordische Gesellschaft.

„Mit der Ausstellung möchten wir die Betrachter dazu bewegen, Stellung zu nehmen und mehr über die Mythen und Erzählungen zu erfahren, die ein wesentlicher Teil des Fundaments unserer Gesellschaft sind – einer Gesellschaft, deren Teil wir alle sind und zu der wir alle beitragen. Die Erzählungen also, die definieren, wer wir sind. Diese Ausstellung ist in der gegenwärtigen Zeit mit Klimakrise, fake news und zunehmender Polarisierung besonders wichtig. Es geht darum, dass die Besucher sehen und verstehen, warum die Dinge so werden wie sie werden“, fährt Erlend G. Høyersten fort.

Klassische schwergewichte und moderne gegenwartskunst

Auf Ebene 5 der Ausstellung können die Besucher klassische Gemälde von Künstlern wie Peter Paul Rubens, Albrecht Dürer, Lucas Cranach, Jan Brueghel dem Jüngeren, Wilhelm Marstrand und C.W. Eckersberg neben Installationskunst von u. a. Helene Nymann sehen. Die Galerien auf den Ebenen 1 und 0 bieten unterschiedliche Formen moderner Gegenwartskunst von u. a. Anri Sala, Anselm Kiefer, Kader Attia, Shana Moulton, Marguerite Humeau und Pauline Curnier Jardin.

„Die Ausstellung präsentiert markante Werke sowohl großer klassischer Künstler als auch heute lebender Künstler. Wir haben sogar Gemälde aus dem 16. Jh. dabei. Die Variation der Werke ist breit, und die Besucher werden erleben, wie die Künstler der Vergangenheit und der Gegenwart aus unterschiedlichen Ursachen und durch verschiedene Kunstformen zu den alten Mythen zurückkehren, die unsere gemeinsame Grundlage bilden“, beschreibt Museumsinspektor Jakob Vengberg Sevel, ARoS.

Ausstellungsverantwortlich: Jakob Vengberg Sevel, ARoS

Pressefotos können bei Nennung der Werke kostenfrei von Dropbox heruntergeladen werden.

Weitere Informationen bei:

Jakob Vengberg Sevel

Curator, mag.art

T: 2835 2656 E: jvs@aros.dk

Anne Riis

Communications Officer

T: 8730 6621 / 2888 4464 E: ari@aros.dk

Jens Henrik Daugaard

Communications Officer

T: 2888 4467 E: jehd@aros.dk